Ableismus (engl. able = befähigt, fähig sein) bezeichnet den Glauben an die Existenz „normaler“ Körper als Gegenstück zu von dieser Normalitätsvorstellung abweichenden Körpern. Hierdurch werden körperlich eingeschränkte Menschen als nicht normal markiert
und ausgegrenzt. Eine ableistische Haltung kann etwa dazu führen, dass eine gehbehinderte Person nicht eingestellt wird, obgleich die Einschränkung für die konkrete Tätigkeit keine Rolle gespielt hätte. Ein ähnlicher Mechanismus liegt den Begriffen
Sanismus (engl. sane = geistig gesund) und Mentalismus (engl. mental = den Geist betreffend, [umgangsspr.] geisteskrank) zugrunde. Hier wird ein Ideal geistiger Gesundheit gegen psychische Erkrankungen in Stellung gebracht. Die Folge ist die Ausgrenzung
von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.